Wandel der Stadtmauer

Bastionen des 16. jahrhunderts

Im 16. Jahrhundert mussten sich die mittelalterlichen Mauern an eine neue Bewaffnung anpassen, die Artillerie. Ab der Herrschaft von Felipe II. wurde der Bau einer neuen Stadtmauer vorgeschlagen, da weder die Türme noch die Mauerwände den Platz für Artilleriegeräte mittleren Kalibers hatten, weshalb mehrere die Türme überlagernde Bastionen gebaut wurden, um die Reichweite zu erhöhen und um diesen Anlagen Platz zu bieten. Das Projekt wurde im Laufe des 17. Jh. mit dem Entwurf von Vicenç Mut verwirklicht. Heute stehen noch die Bastión de Xara und die Bastió de la Vila Roja. 

Stadtmauer in der Renaissance Schutzwälle

Das neue Konstrukt, das die ehemaligen Mauern umgab, hatte einen unregelmäßigen viereckigen Grundriss und bestand aus 5 Bastionen und 4 Zugängen. Es gab 8 Schutzwälle: Sant Antoni, Sant Lluís, Santa Teresa, Sant Felip, Santa Maria, Sant Ferran; Baluard de la Reina und del Rei. Es gab auch einen Außengraben.
Das Design dieses neuen Konstrukts war bereits im 18. Jh. aufgrund des technologischen Fortschritts bei der Bewaffnung veraltet, weshalb das militärische Interesse sank und eine fortschreitende Verschlechterung während des 19. Jh. die Folge war.

Heute sind nur noch der Schutzwall Baluarte de Sant Ferran, der Teil der Plaza de Toros ist, sowie der Grundriss des Schutzwalls Santa Maria, der die Anlagen einer öffentlichen Schule (Escola „Porta des Moll“) und ein paar beschädigte Reste der Schutzwälle del Rei und de la Reina umfasst, erhalten.  

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