Pfarrkirche Sant Jaume

Im Jahr 1285 war Alcúdia bereits eine unabhängige Pfarrgemeinde. Die ursprüngliche Pfarrkirche San Jaime entstand zur Zeit von Jaime II. der im Jahr 1302 das Gebiet für deren Bau erwarb, jedoch konnte erst im 14. Jh. der Gottesdienst darin gefeiert werden. Dieses erste Gotteshaus bestand aus einem einzigen Kirchenschiff aus 8 Spitzbögen. Darin stachen neben dem Hochaltar mehrere an die Seitenwände angebaute Altäre heraus. Der mangelhafte Zustand der Kirche und die schweren Regenfälle führten im Februar 1870 dazu, dass diese auseinander fiel, wobei der Glockenturm, die Kapelle Sant Crist und die Sakristei unberührt blieben. Den Menschen gelang es, die Altäre, die Heiligenfiguren und die Reliquien zu retten.
Die Bauarbeiten des neuen Gotteshauses begannen 1882 dank der Unterstützung des mossèn Joan Ferraguet und des Gemeinderats. Sie wurden durch Miguel Pavia ausgeführt, obwohl Bartomeu Ferrà auch beim Wiederaufbau mitmischte.
Im Jahr 1893 endete der Bau der neuen Kirche im neugotischen Stil, der die historischen Kriterien aus der Zeit ihrer Erbauung erfüllte.
Es handelt sich um ein Gebäude aus einem einzigen Kirchenschiff bedeckt von einem Kreuzrippengewölbe. Das Gebäude besitzt aufgrund der Tiefe der Kapelle Sant Crist eine umgekehrte L-Form. Unterhalb des Gewölbes befinden sich 13 große Fenster, die verschiedene Allegorien des Namens Maria und der Zehn Gebote darstellen.

Die Hauptfassade ist einfach gehalten. Sie besteht aus einem großen spitzbogigen Portal mit dem Abbild von San Jaime (Werk von Remigia Caubet) im Inneren des Tympanons. Im zweiten Schiff kann eine große Fensterrose betrachtet werden, das Werk des Bildhauers Llorenç Ferrer Martí, wodurch die Beleuchtung des Innenraums verstärkt wird. Über ihr befindet sich ein großes Fenster flankiert von sechs kleineren Fenstern auf jeder Seite und das Gebäude endet mit einer Art Glockenturm mit einem Wappen der Stadt Alcúdia. 

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